Lateinamerika

Fujimori zur Siegerin der Präsidentenwahl in Peru erklärt

Mehrere Wochen nach der Stichwahl steht fest: Die rechtskonservative Politikerin Keiko Fujimori darf das südamerikanische Land als Staatspräsidentin für die kommenden fünf Jahre führen. In den 1990er Jahren hatte bereits ihr Vater Alberto Fujimori dieses Amt inne.
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Der zweite Wahlgang der peruanischen Präsidentenwahl hat am 7. Juni 2026 stattgefunden. Aber erst mehrere Wochen später klärte sich, wer die Wahl gewonnen hat: Demnach hat sich Keiko Sofia Fujimori Higuchi von der rechtskonservativen Fuerza Popular gegen ihren Konkurrenten Roberto Helbert Sánchez Palomino vom linksgerichteten Wahlbündnis Juntos por el Perú durch. Wie CNN Español berichtete, betrug der Abstand zwischen der Wahlsiegerin und dem -verlierer lediglich 49.641 Wählerstimmen.

Yessica Clavijo Chipoco, die Generalsekretärin der Nationalen Wahlkommission (JNE), veröffentlichte diesen Freitag die offiziellen Wahlergebnisse: Fujimoris Partei Fuerza Popular erhielt 9.223.396 Stimmen (50,135 Prozent), Juntos por el Perú mit dem Kandidaten Roberto Sánchez 9.173.755 Stimmen (49,865).

Keiko Fujimori hatte bereits bei den Präsidentschaftswahlen von 2011, 2016 und 2021 kandidiert – damals erfolglos. Nun kann sie das lange vergeblich angestrebte Amt Ende Juli antreten. Peru bestätigt damit die derzeitige Tendenz: Südamerika rückt nach rechts.

Im Wahlkampf hatte Keiko Fujimori ein härteres Vorgehen gegen illegale Migranten und das organisierte Verbrechen versprochen. Auch eine Liberalisierung der Wirtschaftspolitik ist unter ihrer Amtsführung vorgesehen. Ihr Konkurrent Sánchez hingegen hatte für die Rechte der auf dem Land lebenden Peruaner, eine Verstaatlichung von Bodenschätzen sowie für Reformen bei Polizei und Justiz plädiert.

Der Wahlverlierer Roberto Sánchez zweifelt die Rechtmäßigkeit des Ergebnisses an. Ihm zufolge hat es Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl in den Konsulaten gegeben. Bei der Stimmenauszählung hatte der Kandidat des linken Parteienbündnisses zeitweise in Führung gelegen.

Sánchez kündigte an, er werde Beschwerde bei der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (IACHR) einlegen, und nannte die neue Regierung unter Fujimori "von Geburt an illegitim". Die peruanische Wahlkommission hingegen erklärte die Beanstandungen für unbegründet.

Ohnehin bleibt fraglich, ob Keiko Fujimori ihre volle Amtszeit von fünf Jahren absolvieren wird. Denn das peruanische Parlament kann aufgrund einer Verfassungsklausel den jeweiligen Amtsinhaber wegen "moralischer Unfähigkeit" aus dem Präsidentenamt entfernen. Peru hatte in den vergangenen zehn Jahren acht Präsidenten, was auf eine strukturelle politische Instabilität in dem Land hindeutet.

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