
70 Milliarden Euro: NATO erwägt neues Hilfspaket für die Ukraine

Laut einem Bericht des Magazins Politico beraten die NATO-Mitgliedstaaten über neue finanzielle Verpflichtungen zur militärischen Unterstützung der Ukraine. Beim NATO-Gipfel in Ankara im kommenden Monat könnte ein Hilfspaket im Umfang von 70 Milliarden Euro vorgestellt werden.
Wie das Magazin unter Berufung auf vier Diplomaten aus NATO-Staaten berichtet, wurde der Vorschlag im vergangenen Monat von Deutschland eingebracht. Demnach sollen 30 Milliarden Euro aus einem bereits vereinbarten Kredit für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro stammen. Weitere 40 Milliarden Euro würden über bilaterale Zusagen einzelner Staaten bereitgestellt.

Zudem soll für mehr Transparenz bei der Unterstützung Kiews gesorgt werden. Grund dafür sind Beschwerden mehrerer Mitgliedstaaten, die ihren Beitrag zur Unterstützung der Ukraine als unverhältnismäßig hoch ansehen.
Zuvor hatte EU-Kommissar Valdis Dombrovskis mitgeteilt, dass die Europäische Kommission und die Ukraine ein Memorandum über die Bereitstellung eines Kredits von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 unterzeichnet haben.
Russland ist der Ansicht, dass Waffenlieferungen an die Ukraine eine Konfliktlösung erschweren, die NATO-Staaten direkt in den Konflikt hineinziehen und einem "Spiel mit dem Feuer" gleichkommen. Der russische Außenminister Sergei Lawrow betonte, dass sämtliche Transporte mit Waffen für die Ukraine aus russischer Sicht legitime Ziele seien. Im Kreml hieß es zudem, die fortgesetzte Aufrüstung der Ukraine durch den Westen trage nicht zu Verhandlungen bei und werde negative Auswirkungen haben.
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