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Iran-Krieg treibt Preise für Schifffahrtsrouten durch den Panamakanal auf ein Rekordhoch

Die Gebühren im Panamakanal sind auf ein Rekordhoch gestiegen, während der Iran-Krieg globale Energie- und Schifffahrtsrouten durcheinanderbringt. Versteigerungen von Durchfahrtsrechten und Wartezeiten für Tanker erreichen dabei neue Höchststände.
Iran-Krieg treibt Preise für Schifffahrtsrouten durch den Panamakanal auf ein Rekordhoch

Die Gebühren für die meistbefahrenen Schifffahrtsrouten im Panamakanal haben ein Rekordhoch erreicht, da asiatische Käufer angesichts der Öl- und Gasknappheit verzweifelt auf alternative globale Routen ausweichen, die durch den Iran-Krieg durcheinandergeraten sind.

Laut Daten des Analysehauses Argus Media verzeichnen tägliche Versteigerungen für Durchfahrtsrechte im Kanal etwa fünfmal so viele Gebote wie vor dem Iran-Krieg. Die Preise für die am häufigsten genutzten Panamax-Schleusen liegen dabei im Durchschnitt bei 837.500 US-Dollar.

Der Iran-Krieg hat einen der größten Energieschocks der Geschichte ausgelöst, die Produktion im gesamten Golfraum stark reduziert und die Versorgung asiatischer Raffinerien eingeschränkt. Die Schließung der Straße von Hormus hat die globalen Schifffahrts- und Energiemärkte erheblich gestört und zu mehr Umlenkungen von Frachtschiffen sowie steigenden Transportkosten geführt.

Der Anstieg der US-Öl- und Treibstofflieferungen durch den Panamakanal – die kürzeste Route zwischen der Golfküste und Asien – hat die Wartezeiten für Rohöltanker auf 4,25 Tage steigen lassen, den höchsten Stand seit sechs Wochen, wie Daten der Forschungsgruppe Kpler zeigen. Dies hat einige Unternehmen dazu veranlasst, erhebliche Summen zu zahlen, um die langen Warteschlangen am Eingang des Kanals zu umgehen.

Die Panamakanalbehörde teilte der Financial Times mit, dass die jüngsten Auktionsergebnisse Marktverschiebungen widerspiegelten und nicht auf eine Erhöhung der Gebühren zurückzuführen seien.

"Der Panamakanal wird derzeit sehr zuverlässig und planbar betrieben, selbst inmitten globaler Handelsschwankungen und geopolitischer Spannungen", erklärte die Behörde. 

Experten erklärten, dass das reichliche US-Angebot den steigenden Verkehr antreibe. "Bei dieser Art von Störung in der Meerenge gibt es schlicht nicht genug Angebot auf dem Wasser", sagte Kenneth Medlock, Senior Director des Center for Energy Studies an der Rice University in Houston.

Der Wettbewerb um US-Ladungen habe seit Beginn des Krieges deutlich zugenommen, sagte Qasim Afghan, Analyst bei der Marktanalyseplattform Spark Commodities, die Arbitragemöglichkeiten beim Transport von Flüssigerdgas-Tankern von den USA nach Europa und Asien verfolgt. "Das ist ein starkes Signal für Umlenkungen von Frachten", sagte er mit Blick auf die Konkurrenz zwischen Europa und Asien um Rohöl und raffinierte Produkte.

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